14.Sp., KOL: KSV Gollmitz - SV 90 Pinnow - 4:3 (0:3)
Von
Kevin Wilke, 10.12.2017

Pinnow verliert Spitzenspiel - 3:0 Führung aus der Hand gegeben

Der SV 90 Pinnow verlor beim Tabellenzweiten in Gollmitz nach einer 3:0 Halbzeitführung noch mit 3:4 und musste somit die erste Liga-Niederlage im Jahr 2017 hinnehmen.
Coach David Schrödter bereitete die dünne Personaldecke bereits vor dem Spiel sorgen. Zahlreiche Ausfälle musste kompensiert werden. Mit Unterstützung aus den Reihen der zweiten Mannschaft konnte er jedoch eine schlagfertige Mannschaft auf das Feld schicken. Er forderte von seiner Elf Einsatzbereitschaft und Willen. Das zeigte sein Team dann auch. Pinnow spielte auf dem schwierigen Geläuf schnörkellos und nutzte die Fehler der Gollmitzer gnadenlos aus. Auffälligster Akteur in der ersten Hälfte war Mino Lehnhardt. Er markierte in der 12. und 24. Minute auch die ersten beiden Treffer. Beim 0:1 profitierte er von einem Patzer des KSV-Schlussmannes Andy Holz. Seinen Fehlgriff bei einer Ecke von Lukas Theel bestrafte Lehnhardt per Kopf. Beim 0:2 setzte Lehnhardt zu einem beherzten Sololauf an, umdribbelte Holz und schob dann ins leere Tor ein. Das 0:3 ließ auch nicht lange auf sich warten. Der nach seinem Muskelfaserriss wiedergenesene Marcel Meißner stand bei einem Querpass von Kristof Konitzer am langen Pfosten und besorgte die beruhigende Drei-Tore-Führung. Meißner hatte vor der Pause sogar noch das 0:4 auf dem Fuß. Nachdem er klasse von Lehnhardt freigespielt wurde schoss er jedoch einen auf der Linie postierten Gollmitzer Verteidiger an. Die Heim-Elf kam in den ersten 45 Minuten einmal gefährlich vor das Tor. Christoph Schmidt traf jedoch nur den Pfosten.

Das Halbzeitresultat fiel deutlich aus. Coach Schrödter appellierte in der Kabine jedoch an seine Spieler, keinen Deut nachzulassen. Aber Pinnow kam wie gelähmt auf das Feld zurück. Gollmitz stellte um und kam nun vor allem über die rechte Seite zu gefährlichen Aktionen. Pinnow strahlte aber zunächst mehr Torgefahr aus. Meißner freistehend aus spitzem Winkel und Philip Hermann allein auf das Tor zulaufend vergaben sehr gute Gelegenheiten. Gollmitz bekam nach 56 Minuten einen zweifelhaften Freistoß zugesprochen. Thomas Iwanek nahm Lehnhardt im Luftkampf als Bande und markierte das zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte 1:3. In der Folgezeit lief dann alles für Gollmitz und Pinnow entglitt die Partie komplett. Schmidt erzielte in der 61. Minute das 2:3 nachdem er sich zuvor über links gegen zwei SV90-Verteidiger durchsetzte. Pinnow hatte in dieser Phase weiterhin gute Konterchancen, aber vergab diese fahrlässig. Der Höhepunkt des Chancenvergebens ereignete sich in der 72. Minute, als Konitzer aus sechs Metern über das leere Tor schoss. Nur 120 Sekunden später sorgte Ingo Writsche für die totale Ernüchterung der Pinnower. Aus dem Gewühl heraus traf der Gollmitzer Torjäger zum 3:3 (74.). Gollmitz wollte nun natürlich noch mehr und belohnte sich in der 80. Minute mit dem 4:3- Siegtreffer durch Iwanek. Keeper Benjamin Kempin konnte einen hohen Ball nur an die Latte lenken und Iwanek staubte per Kopf ab. Die Gäste konnten zum Schluss nicht mehr zulegen und vergaben drei sicher geglaubte Punkte im Kampf um die Tabellenspitze.

Pinnow darf sich nur kurz schütteln, denn bereits zum nächsten Spie steht die nächste Spitzenpartie an. Das Überraschungsteam Parmen/Fürstenwerder reist zum letzten Hinrundenspiel nach Pinnow und kommt mit der Empfehlung eines 8:1-Sieges gegen FC Schwedt II.

Für Pinnow spielten: Kempin- J. Hermann, Höfert, Zehrt, Langbecker (71. Engel)- Kubik, Lehnhardt, Konitzer, Theel- Meißner (81. Bohn), Hermann